Bärbl Mielich zu Gast bei den Frey Architekten (Bündnis 90/Die Grünen)07.04.14

Über nachhaltige Quartierskonzepte informierte sich Bärbl Mielich, Gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Grüne im Landtag von Baden-Württemberg, heute in einem persönlichen Gespräch mit Frey Architekten.

Bärbl Mielich Frey Architekten

Gemeinsamer Austausch (v.l.n.r.): Wolfgang Frey, Bärbl Mielich und Nicolas Albrecht-Bindseil

Welcher Unterstützung bedarf es von Seiten der Politik, um vitale Stadtquartiere zu entwickeln? Diese Frage richtete die Grünen-Politikerin konkret an den Architekten. Am Beispiel des so genannte „Heidelberg Village“ skizzierte Wolfgang Frey zunächst, was aus seiner Perspektive wesentliche Merkmale nachhaltiger Sozialraumplanung sind.

Ein-Zimmer-Appartements neben großzügigen Stadtwohnungen als Eigentum und zur Miete, nahezu alle barrierefrei, eine zwischengeschaltete Vermietungsgesellschaft, die nicht nur die Mieten, sondern auch die soziale Durchmischung der Bewohnerstruktur des Quartiers gezielt steuern kann, Café, Atelier und kleine Läden, Service- und Pflegeeinheiten, Begegnungsstätten für gute Nachbarschaft und deren professionelle Moderation sowie ehrenamtliches Engagement – so wollen das Büro Frey Architekten und die Innovatio das Heidelberg Village in der Bahnstadt Heidelberg realisieren.

Doch wie können solche Konzepte übertragbar gemacht werden? Im Gespräch generierten die Experten die Idee, einen Think Tank mit Vertretern des Sozial-, Bau- und Wissenschaftsministeriums zu etablieren, in den auch die Erfahrungen und Expertise ausgewiesener Praktiker einfließen sollten. Auf dieser Basis sollte nach Meinung der Gesprächsrunde ein Aufgabenkatalog für die Politik entwickelt werden, um die Entwicklung vitaler Stadtquartiere zu fördern.