Chinesische Passivhaus-Delegation bei Frey Architekten29.04.16

Exkursion chinesischer Fachkräfte nach Freiburg im Rahmen der Internationalen Passivhaus Konferenz 2016

Die 20. Internationale-Passivhaus-Konferenz endete am 23.04.2016 in Darmstadt. Danach begann die Europatour von führenden Kräften und Vertretern aus China, um verschiedene Passivhäuser zu besichtigen. Am 28.04.2016 besuchte die Gruppe Freiburg, die „Öko-Hauptstadt Deutschlands“ und am 29.04.2016 Heidelberg-Bahnstadt, einer der größten Passivhaussiedlungen der Welt mitsamt dem Projekt „Heidelberg Village“ von Frey Architekten.

die Öko-Hauptstadt Deutschlands – Freiburg

die Öko-Hauptstadt Deutschlands – Freiburg

 

Nachdem die Stadt Freiburg 1992 für ihre hervorragenden Leistungen auf den Gebieten von Frühwarnsystemen für Luftverschmutzung, Verbot von Pestiziden, Abfallrecycling und Verkehrsregelungen zur Öko-Hauptstadt Deutschlands gewählt worden ist, gewinnt die Stadt Freiburg fast jedes Jahr einen Preis, wie unter anderen den „Europa-Preis für städtische Nah-und Fern-Verkehrsregelung“, „den Deutschen Solarpreis“, den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte“ und den ersten Preis im Wettbewerb für „Quartiersplanung“, der von der DGNB und dem Deutschen Umweltverband verliehen wird . Die grüne Stadt Freiburg ist weltweit bekannt und wird von vielen Städten als Vorbild angesehen. Seit 2011 setzt die Stadt Freiburg den Standard für Energieverbrauch bei Neubau auf das Niveau der Passivhäuser. Sie ist ebenfalls die erste Stadt auf der Welt, die vollständig auf Passivhaus-Energiestandard umgestiegen ist.

Freiburg-Rieselfeld

Freiburg-Rieselfeld

 

Die erste Station der Gruppe, die sich aus hochrangigen chinesischen Passivhaus-Vertretern zusammensetzt, war am 28.04.2016 bei Frey Architekten im grünen Stadtviertel „Rieselfeld“.
Hier haben drei Experten den Teilnehmern ihre Beiträge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit vorgestellt: Jürgen Heller von Frey Architekten, Fachmann für Photovoltaik, Batteriespeicher und innovative Energien, stellte den Besuchern das Smart Green Tower vor.

Jürgen Heller von Frey Architekten stellt das Projekt Smart Green Tower vor

Jürgen Heller von Frey Architekten stellt das Projekt Smart Green Tower vor

 

Der Geschäftsführer der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) Johannes Kreißig referierte über das DGNB-Zertifizierungssystem. Wolfgang Frey, Inhaber von Frey Architekten, rundet die Vorträge mit seinem ganzheitlichen nachhaltigen Aspekten und der Entwicklung von Passivhäusern in Deutschland unter dem sogenannten Fünf-Finger-Prinzip ab.

Johannes Kreißig, Geschäftsführer der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen), referiert über das DGNB-Zertifizierungssystem

Johannes Kreißig, Geschäftsführer der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen), referiert über das DGNB-Zertifizierungssystem

Wolfgang Frey von Frey Architekten über das Fünf-Finger-Prinzip des nachhaltiges Bauens

Wolfgang Frey von Frey Architekten über das Fünf-Finger-Prinzip des nachhaltiges Bauens

 

Abschließend führte Wolfgang Frey die Teilnehmer durch den Stadtteil Rieselfeld. Anhand der von Frey Architekten geplanten und gebauten Häusern zeigte er ausführlich die Besonderheiten und Bautechniken der grünen Technologie. Das Holzhaus wurde als Vorzeigemodell der Nachhaltigkeit auf der EXPO Shanghai 2010 ausgestellt. Die Besonderheit ist, dass der oberirdische Teil komplett aus Holz besteht. Angepasst an die lokalen Verhältnisse, bringt es die Verbindung des Öko-Baumaterials Holz mit der Nachhaltigkeit zum Ausdruck.

das Musterbeispiel der städtischen Nachhaltigkeit – das Holzhaus

das Musterbeispiel der städtischen Nachhaltigkeit – das Holzhaus

 

Die chinesische Delegation besichtigt das Holzhaus

Die chinesische Delegation besichtigt das Holzhaus

 

„pro scholare“ ist ein Wohn- und Geschäftshaus mit Gewerbe im EG und 82 Wohnungen. Es ist ein Passivhaus, bei dem mit Einsatz von Photovoltaik-Anlagen und an den sonnenzugewandten Fassaden des Gebäudes, sowie einem kleinen Windrad auf dem Dach der Eigenstrombedarf gedeckt werden kann. Der darüber hinaus produzierte Strom kann ins Stromnetz der städtischen Versorgung eingespeist werden. Die Kombination von „Passiv“ mit „Aktiv“ zeigt die Entwicklungstendenz des Passivhauses.

Gruppenbild vor dem Haus „pro scholare“

Gruppenbild vor dem Haus „pro scholare“

 

Am 29.04.2016 führte der Besuch der chinesischen Seminar-Gruppe in einer der größten Passivhaussiedlungen der Welt – Heidelberg-Bahnstadt. Dort besichtigten sie das Projekt von Frey Architekten „Heidelberger Village“, das sich derzeit noch im Bau befindet.