Direktor des Qingdao Sino-German Ecopark bei Frey Architekten22.05.16

Am 21.05.2016 besuchte die Delegation aus Qiangdao unter der Leitung von Herrn ZHAO Shiyu, Direktor des Komitee für Management des Qingdao Sino-German Ecoparks und Herrn CHEN Xianghua, CEO der Qingdao Jian An Gruppe, das Büro von Frey Architekten in Freiburg. Die Delegation wurde von Wolfgang Frey (Inhaber von Frey Architekten und der Frey Gruppe), Frau Wang (Partnerin für Gebiet China) und Dr. Bernd Dallmann, (Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH & Co.KG) empfangen.

2010 haben China und Deutschland ein Memorandum für die Zusammenarbeit beim Aufbau des Deutsch-Chinesischen Ökoparks (Qingdao Sino-German Ecopark) unterzeichnet. Seitdem gewinnt die Entwicklung des Qingdao Sino-German Ecoparks umfangreiche Anerkennung aus internationaler Wirtschaft und Politik.

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von links nach rechts: Herr ZHAO Wie (Vertreter des Verbindungsbüros des Komitee für Management des Qingdao Sino-German Ecoparks); Herr Dr. Bernd Dallmann (Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH & Co.KG); Herr ZHAO Shiyu (Direktor des Komitee für Management des Qingdao Sino-German Ecoparks); Herr Wolfgang Frey (Inhaber der Frey Gruppe); Herr SHEN Lei (Vizedirektor des Komitee für Management des Qingdao Sino-German Ecoparks); Herr CHEN Xianghua (CEO der Qingdao Jian An Gruppe) und Frau WANG Jiakun (WFP Architekten und Partnerin der Frey Gruppe für Gebiet China)

 

Als Pilotprojekt für städtische Nachhaltigkeit sind dem Sino-German Ecopark verschiedene Titel verliehen worden, unter anderem “China’s erster standardisierter Musterpark” vom Staatlichen Standardisierungsamt (SAC), “International Innovation-Park on National Green Manufacturing” vom Ministerium für Wirtschaft und Technologie, “National Intelligent Pilotcity” und “National Model Green City (Pilot low-carbon eco city) vom Ministerium für Bauwesen, “The first Model City for New Energy” vom China’s National Energy Bureau.

Die Delegation verfolgt bei diesem Besuch hauptsächlich zwei Ziele: einerseits möchte man aus den Erfahrungen in Politik und Stadtplanung der Stadt Freiburg als “Öko-Hauptstadt Deutschlands” lernen, andererseits möchte man mit Frey Architekten über die Zusammenarbeit zur Förderung des zukünftigen Ausbaus des Öko-Parks besprechen.

Herr Dr. Dallmann wies in seinem Vortrag auf die Gründe hin, warum die „Öko-Hauptstadt“ Freiburg eine Musterstadt für Nachhaltigkeit geworden ist: die Bürger in Freiburg haben sehr früh erkannt, dass der Einsatz nachhaltiger Energie und individueller Überzeugung sich im Laufe der städtischen Entwicklung profitieren wird. Deswegen setzen sich die Bürger und die Stadtverwaltung aktiv für ihre Überzeugungen ein und versuchen umweltfreundliches Denken stetig in die Praxis umzusetzen. Die nun fast 40jährige Erfahrung der Stadt Freiburg zeigt, dass das Wirtschaftswachstum, die Innovationen zum Schutz der Umwelt, die soziale Gerechtigkeit und das hohe Lebensniveau mit Qualität sich gleichzeitig entwickeln und gegenseitig verstärken können.

Anschließend gab Wolfgang Frey einen Einblick in seinen Familienbetrieb mit fast 100 Jahren Bauerfahrung. Er erläutert der Delegation sein sogenanntes Fünf-Finger-Prinzip: Ökologisch, Wirtschaftlich, Sozial, Aktiv und Prospektiv. Als erstes Unternehmen im Raum Freiburg, das die Photovoltaik-Technologie (bereits in den 1970er Jahren) im Bau angewendet hat und in Verbindung mit dem tief verwurzelten Entwicklungskonzept für Nachhaltigkeit, beteiligt sich Frey Architekten seit Jahrzehnten aktiv an Forschungen und Praxis für Anwendung erneuerbarer Energien.

Links: Herr ZHAO Shiyu, Direktor des Komitee für Management des Qingdao Sino-German Ecoparks Rechts: Herr Dr. Bernd Dallmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH & Co.KG (FWTM)

Links: Herr Wolfgang Frey (Inhaber der Frey Gruppe); Mitte: Herr ZHAO Shiyu (Direktor des Komitee für Management des Qingdao Sino-German Ecoparks); Rechts: Herr Dr. Bernd Dallmann (Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH & Co.KG)

 

Durch den intensiven Austausch unter den Beteiligten wird die Beziehung zwischen dem Sino-German Ecopark und der Stadt Freiburg weiter vertieft. Für weitere Schritte werden beide Seiten eine Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit auf den Gebieten erneuerbarer Energien, Verkehrsplanung und Niedrigenergiehäusern aufbauen, um die grüne und ökologische Nachhaltigkeit des Sino-German Ecoparks zu realisieren. Gleichzeitig bittet der Sino-German Ecopark Herrn Dr. Dallman bei der Diskussion über die zukünftige Strategien als internationaler Berater mit zu wirken.

In der Anfangsbauphase des Sino-German Ecoparks hat Frey Architekten schon das „Demao Commercial Multi-Building“ fertiggestellt. Die Vereinigung deutscher Konzepte mit dem ökologischen Charakter hat eine gute Resonanz beim Auftraggeber gewonnen. Mit der schnellen Entwicklung des Sino-German Ecoparks wird der wichtige Indikator „low carbon“ (kohlenstoffarm) weiter ins Projekt integriert. Nachdem die Delegation vor Ort die verschiedenen Passiv- und Niedrigenergie-Bauprojekte besichtigt haben, die von Frey Architekten selbständig finanziert, geplant, gebaut und verwaltet werden, hat Sino-German Ecopark Frey Architekten offiziell eingeladen, weiter an der Entwicklung des Öko-Parks mitzuwirken. Sie hofft, dass die Erfahrungen in der Planung von Öko-Bauten, die deutschen modernen Techniken in ökologischem Bauen und das Nachhaltigkeitskonzept für Wohnungsbau in den späteren vielfältigen Bauprojekten einfließen werden, um das Ziel zu erreichen, ein Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit zu sein.

 

Weitere Informationen zu den Beteiligten

Sino-German Ecopark

Sino-German EcoparkDer Sino-German Ecopark liegt im Nordteil der Entwicklungszone für Wirtschaft und Technologie der Stadt Qingdao, und ist ein strategisches Kooperationsprojekt der chinesischen und deutschen Regierungen, das langfristig in einer Fläche von rund 66 km² geplant worden ist. Nach der Gesamtplanung wird der Sino-German Ecopark nach 5 Jahren in seiner Grundstruktur entwickelt sein. Nach 10 Jahren soll eine Musterstadt für ökologische Nachhaltigkeit entstehen.

Der Ökopark ist nicht nur ein internationales Highlight der chinesischen und deutschen Zusammenarbeit, sondern auch ein Wahrzeichen für kohlenstoffarmen Umweltschutz. Er ist ein Praxisbeispiel für Förderung der Umstrukturierung der Industrie und ein Zukunftspark mit ökologischer Zivilisation.

Zurzeit hat Sino-German Ecopark mit der Bebauung von rund 13 Mio. m² begonnen. Alle Bauarbeiten werden nach der Norm des chinesischen Standards für ökologisches Bauen geplant und konstruiert. Davon entsprechen 1,02 Mio. m² der grünen Architektur Klasse 2 Sterne, 90.000 m² der grünen Architektur Klasse 3 Sterne. Auf dieser Basis geht der Sino-German Ecopark noch weiter – nämlich durch die Einführung der deutschen Technik für Passivhäuser. Nach der Planungsphase werden die Bauarbeiten der Musterzone (rund 1 Mio. m²) für Passivhäuser beginnen, die zum Ende 2030 fertig gestellt werden.

Qingdao Jian An Construction Group Co. Ltd.

Qingdao Jian An Construction Group ist ein Großunternehmen mit einem Nominalkapital von 0,12 Mrd. RMB Yuan, und ist nach dem Standard des chinesischen Ministeriums für Bauwesen als Generalunternehmen für Wohnungsbau Klasse I, Spezialbau für Fundament und Grundinfrastruktur Klasse I und Baugewerbe für Denkmalschutz Klasse I zertifiziert. Es besitzt gleichzeitig auch zahlreiche Zertifizierungen nach dem Standard des kommunalen Bauwesens Klasse II. Das Unternehmen wurde wegen seiner starken Entwicklung mehrfach zu den Top-Bauunternehmen Qingdaos prämiert.

Die Firma Qingdao Jian An Construction Group Co. Ltd hat bereits zwei Bauprojekte mit Sino-German Ecopark gemeinsam entwickelt. Beim „International-Community“-Projekt wurde das Entwicklungsmodell der öffentlichen und privaten Partnerschaft (PPP) angewendet, das in und außerhalb Chinas sehr viel Aufmerksamkeit erweckt. Beim Bau einer Fabrikhalle für Herstellung von Vakuum-Leistungsschaltern wurde das EPC Modell angewendet, bei dem die Planung und das Engineering eingekauft und die gesamte Fertigung als Vertrag vergeben wird.