Fachbeitrag im Deutschen Architektenblatt13.02.18

Orientierungshilfe: Wie man mit bedarfsgerechten und durchdachten baulichen Lösungen die Dogmen der Barrierefreiheit aufbrechen kann. Von Wolfgang Frey

Die Begriffe „Barrierefreiheit“ und „behindertengerecht“ geben immerwieder Anlass zu Diskussionen. In der Architektur, weil das Ziel der Aufgabe thematisiert wird und im Bauwesen, weil bautechnische Konstruktionen angepasst werden müssen. Dabei reduziert sich die bautechnische Frage fast ausschließlich auf die Schwellenlosigkeit füreinen bestimmten Nutzerkreis, den „Standardrollstuhlfahrer“. Den gibt es allerdings ebenso wenig wie „den Behinderten“. Wir haben es mit behinderten Kindern, mit rechts-oder linksseitig Eingeschränkten, mit spastisch veranlagten Personen oder mit Menschen zu tun, die besondere mentale Merkmale aufweisen. Die generelle Schwellenlosigkeit, also der Wegfall horizontaler Bodenbarrieren, erleichtert zwar vielen Personengruppen – zum Beispiel Menschen mit eingeschränkter Mobilität, mit Kinderwagen, Rollatoren, Rollstuhl, etc. – den Alltag. Es ist jedoch darauf zu achten, dass dabei nicht wieder andere Barrieren aufgebaut werden.

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