Landsea Group besucht Heidelberg Village07.07.16

Am 31.05.2016 kam das chinesische Bauunternehmen Landsea Group unter der Leitung des Vorstandvorsitzenden Herr TIAN Ming nach Heidelberg und besichtigte die Baustelle von „Heidelberg Village“. Der Inhaber von Frey Architekten Herr Wolfgang Frey und seine chinesische Geschäftspartnerin Frau WANG Jiakun begrüßten die chinesischen Gäste herzlich.

Landsea Group gehört zu den Top-Bauunternehmen in China, die sich auf Großprojekte mit je rund 8 Mio. Quadratmetern spezialisiert hat. In Städten wie Shanghai und Nanjing hat die Landsea Group mehr als 50 dieser Großprojekte realisiert.

Mit diesem Aufenthalt ergreifen Frey Architekten und Landsea Group eine Initiative für künftige Zusammenarbeit. Sie hoffen, dass ein neuer ökologischer Immobilienmarkt in China erschlossen wird, indem man deutsche Erfahrungen im ökologischen Bau und das Wohnkonzept der Nachhaltigkeit mit der Differenzierungsstrategie und der Ideenentwicklung von Landsea Group verbindet.

Heidelberg Village befindet sich in eines der größten Passivhaussiedlungen der Welt und liegt im Zentrum der Heidelberger Bahnstadt. Das Projekt wird von der Frey Gruppe investiert, geplant und gebaut. Dieses Bauprojekt folgt nicht nur dem Konzept der technischen Nachhaltigkeit, sondern hat auch ein soziales Konzept, um die Bedürfnisse verschiedener Nutzer zu befriedigen und die gemeinsame Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft zu verwirklichen. Für dieses Konzept, wo die Menschen im Vordergrund stehen, bekam Wolfgang Frey im Rahmen des Demografiekongresses 2015 in Berlin den Preis für die Initiative „Deutschland – Land des Langen Lebens“ verliehen.

Chinesische Delegation Heidelberg Village Frey Architekten

Zuerst stellte Wolfgang Frey den Besuchern das Projekt Heidelberg Village vor, insbesondere die Themen der Finanzierung (durch Partnern wie die Software AG Stiftung), Planung und die Erfahrungen mit der Passivbauweise ging er ein. Ergänzend nahm er Bezug auf den Freiburger Smart Green Tower, das mit einem ähnlichen Bau- und Finanzierungsvolumen gebaut wird.

Anschließend ging die Delegation auf die Baustelle, um einen Blick über die Ausführung der Passivhäuser direkt beim Bau zu bekommen. Auf deutschen Baustellen werden nur Baugerüste aus Metall eingesetzt – das in China übliche Gerüst aus Bambus ist nirgendwo zu sehen. Jeder, der auf die Baustelle eintritt, muss vorher Sicherheitsschuhe anziehen und einen Schutzhelm tragen. Hier muss man Hochachtung vor der sorgfältigen deutschen Kontrolle und den präzisen Baunormen haben. Wahrscheinlich sind das strenge Kontrollsystem und der hohe Anspruch an Bauqualität der Hauptgrund, warum Passivhäuser in Deutschland so verbreitet und international wie in China so angesehen sind. Obwohl das Projekt sich noch in der Bauausführung befindet, haben die interessierten Mitglieder der Delegation viele technische Fragen gestellt, u. a. über die Konstruktion bei der Wärmedämmung, Dichtheit und Klimatechnik.

Chinesische Delegation Heidelberg Village Frey Architekten

Nach dem Baustellenbesuch haben sie die restliche Bahnstadt besichtigt. Die Vielfältigkeit der Baustile und Ausführungen nach dem Standard der Passivhäuser und die angenehmen Außenanlagen haben bei den Mitgliedern der Delegation einen tiefen Eindruck hinterlassen.