Publikation: Die neue Architektur der Pflege06.04.15

Wie gehen wir damit um, wenn ein Mensch pflegebedürftig wird? Dieses Buch stellt vier Modellprojekte vor. Geschichte, Konzepte, Architektur und Finanzierung der Projekte kommen zur Sprache, und Interviews mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern sowie zahlreiche Farbfotos geben Einblicke in den Alltag der Menschen.

Publikation Wolfgang Frey Architektur der Pflege

Die neue Architektur der Pflege

Bausteine innovativer Wohnmodelle

Wolfgang Frey | Thomas Klie | Judith Köhler
mit Einleitung von Wolfgang Schäuble

ISBN 978-3-451-30733-1 | Verlag Herder 2013

Deutsch | 352 Seiten | Format 16,0 x 21,0 cm

24,99 €

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Wie gehen wir damit um, wenn ein Mensch pflegebedürftig wird? Dieses Buch stellt vier Modellprojekte vor. Geschichte, Konzepte, Architektur und Finanzierung der Projekte kommen zur Sprache, und Interviews mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern sowie zahlreiche Farbfotos geben Einblicke in den Alltag der Menschen.

Das Buch wendet sich an alle – ob ganze Gemeinden oder einzelne engagierte Bürger – die sich für das Thema interessieren und selbst nach individuellen Lösungen suchen. Schritt für Schritt veranschaulicht dieses Buch anhand von Bausteinen, wie kreative Ideen mit Potential für ehrenamtliches Engagement erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.

Als erstes Wohnmodell wird eine Initiative in Eichstetten, einem kleinen Dorf am Kaiserstuhl bei Freiburg, vorgestellt. Dort haben die Bürger in den 90er Jahren den Generationenvertrag selbst in die Hand genommen und einen Verein gegründet. Als solcher ließ er erst eine Seniorenanlage für Betreutes Wohnen und später eine Pflegewohngruppe für Hochbetagte bauen. Inzwischen ist fast jede zweite Familie im Dorf Vereinsmitglied und das ehrenamtliche Engagement ist hoch.

Das zweite Wohnmodell ist ein Pflegeheim am Möhnesee in Nordrhein-Westfalen. Hier leben ältere Menschen zusammen mit ihren Haustieren, die sie beim Einzug mitbringen können, statt sie ins Tierheim zu geben. Das familiär geführte Haus setzt seit über 35 Jahren sehr erfolgreich auf die therapeutischen Fähigkeiten von Tieren.

Auch das dritte Modell, der Berliner Verein „Freunde alter Menschen“, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern, hier jedoch unter den besonderen Bedingungen einer Großstadt. Vorrangiges Ziel ist es, alte, einsame Menschen vor Isolation zu bewahren, indem soziale Kontakte und persönliche Begegnungen ermöglicht werden. Das Heidelberger Mehrgenerationenhaus, das im Buch als viertes Modell vorgestellt wird, bietet Jung und Alt ein Zuhause der ganz anderen Art. Es schafft Lebensraum für Menschen mit Assistenzbedarf. Das 2007 eingeweihte Haus, stellt barrierefreie Appartements für betreutes Wohnen zur Verfügung und beherbergt unter anderem eine Montessori-Kindertagesstätte und ein Kulturcafé.

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