Frey Gruppe auf der Internationalen Passivhaustagung in Wien02.05.17

Wien, 29.04.2017 – Auf der jährlichen Internationalen Passivhaustagung trafen sich aus über 40 Ländern rund 1.000 Passivhaus-Experten und Interessierte. Die diesjährige Tagung fand in der österreichischen Hauptstadt Wien statt, die seit Jahren zunehmend auf energieeffizientes Bauen setzt. Dort eröffnete 2013 das Hochhaus RWH.2 mit 20 Stockwerken das damals weltweit höchste Passivhaus.

Neben den beiden Tagungstagen am 28. und 29. April fanden zwischen dem 24. und 30. April zahlreichen Vorträge sowie Workshops und Exkursionen statt. Begleitet wurde die Tagung von der Passivhaus-Fachausstellung, auf der sich die führenden Hersteller von Passivhaus-Komponenten präsentierten.

Zusammen mit Frau Jiakun Wang, Generaldirektorin für chinesische Projekte und Passivbauweise in China, nahm Wolfgang Frey an der Tagung statt. Am zweiten Tagungstag stellte er die von der Frey Gruppe konzipierte und verantwortende Passivhaus-Stadtsanierung in der südchinesischen, subtropischen Stadt Zhuhai vor. Mit rund 8,5 Hektar handelt es sich um einer der umfangreichsten Sanierungen im Passivhausstandard und ist in China preisgekrönt. Über 20 nachhaltige Technologien werden hierbei eingesetzt.

Angesichts der Klimaverhältnisse in Zhuhai spielt der hohe Kühlung- und Entfeuchtungsbedarf eine überwiegende Rolle. Die Bestandsgebäude werden energetisch nach dem sogenannten „Vier-Stufen-Schutz-Prinzip“ renoviert. Diese setzt sich aus verschattenden Vorhangfassaden, Gewährleistung der thermischen Behaglichkeit im Innenraum durch Wärmeisolierung und Kältespeicherung der Außenhülle, Nachtkühlung durch natürliche Lüftung und wärmespeichernde Konstruktion der inneren Oberfläche zusammen.

Neben Energieerzeugung an eigenen Photovoltaik-Anlagen, die 47% des gesamten Strombedarfs abdecken, kommen ebenfalls 30 Windkraft-Energieerzeuger zum Einsatz, um die lokal gegebenen Klima- und Energieressourcen optimal zu nutzen. Nach Integration dieser Maßnahmen reduziert sich das Kühl- und Entfeuchtungsbedarf um 50%, der Strombedarf um 539.000 kWh und der Primärenergiebedarf entsprechend um 60% pro Jahr.

Mithilfe der Fassadenbegrünung, den Wasserreinigungsgeräten und des Überwachungssystems werden täglich rund 300 – 525 m3 Abwasser erneuert. Das Regenwasser aus Gebäuden und Straßen werden durch wasserdurchlässige Platten gefiltert und von den Pflanzen genutzt.

Webseite der Internationalen Passivhaustagung: https://passivhaustagung.de