Wohnen für alle – Zukunft wird jetzt gestaltet30.06.14

Mit dieser Aufforderung hatte die Evangelische Akademie Bad Boll am heutigen Montag, 30. Juni zu ihrer 3. Demografie-Fachtagung geladen. Im Rahmen des Programms sprach Wolfgang Frey über den Paradigmenwechsel in Architektur und Quartiersgestaltung und stellte sich in der anschließenden Podiumsdiskussion „Neue Verantwortungsbündnisse für das Wohnen mit Zukunft“ gemeinsam mit weiteren Experten den Fragen der interessierten Teilnehmer.

vortrag frey architekt bad boll Damit generationenübergreifendes Wohnen gelingen kann, braucht es eine Gebäudeinfrastruktur, die den Wohnbedürfnissen aller Altersgruppen entgegen kommt. Bedingt durch den demografischen und gesellschaftlichen Wandel wird die Nachfrage nach solch einem Wohnraum zu finanzierbaren Bedingungen stark zunehmen.

Es stimmt zwar, dass in naher Zukunft jede vierte Person älter als 65 Jahre ist. Dennoch müssen die Wohnbedürfnisse aller Altersgruppen in den Blick genommen werden. Denn lebendige Quartiere brauchen eine Vielfalt an Generationen. Die demografische Entwicklung stellt neue Anforderungen an die Quartiersentwicklung und an die Stärke nachbarschaftlicher Vernetzung für alle Altersgruppen.

Es geht um die Förderung eines wertschätzenden gesellschaftlichen Umfelds, den Ausbau nachbarschaftlicher Beziehungen und der räumlichen Infrastruktur mit bedarfsgerechten finanzierbaren Wohnangeboten sowie um das Bereitstellen wohnortnaher Dienstleistungen. Der zunehmenden Nachfrage nach solchen Wohn- und Quartiersbedingungen stehen bisher jedoch nur sehr wenige Angebote gegenüber, obwohl sich bereits viele Kommunen auf den Weg gemacht haben, und auch Bürgerinnen und Bürger neue Wohnformen erproben.

Hier setzte die Fachtagung „Wohnen für alle – Zukunft wird jetzt gestaltet“ an und bot einen aktuellen Überblick über generationenübergreifendes Wohnen, Quartiersentwicklung und die Stärkung des generationenübergreifenden sozialen Zusammenhalts.

Programmflyer der Fachtagung >>