Wolfgang Frey an der Universität Luxemburg28.11.16

Im Rahmen des Studienprogramms „Nachhaltigkeit und soziale Innovation“ hielt Wolfgang Frey am 22. November 2016 einen Vortrag an der Universität Luxemburg. Mit seinem „Fünf-Finger-Prinzip der Nachhaltigkeit“ zeigte Frey an eigenen Bestandsprojekten und Fallbeispielen, dass die Nachhaltigkeit für Mensch und Umwelt ganzheitlich betrachtet werden muss.

Frey und ein Kursteilnehmer verbrenne einen 50 џ-Schein als Symbol der heutigen Ressourcenverschwendung

Wolfgang Frey und ein Kursteilnehmer verbrenne einen 50-Euro-Schein als Symbol der heutigen Ressourcenverschwendung

Besonders spannend und interessant für die Kursteilnehmer waren die Anekdoten aus dem Leben der Bewohner. So erzählte Herr Frey unter anderem die Geschichte von einer jungen gehbehinderten Äthiopierin, für die er persönlich während der Bauphase eine Wohnung im Holzhaus (Modellprojekt der Stadt Freiburg für die Shanghai Expo 2010) neu geplant hatte, um ihr eine rollstuhlgerechte und bezahlbare Wohngemeinschaft zu ermöglichen. Aus der Wohngemeinschaft wurde mehr – inzwischen ist sie mit ihrem ursprünglichen Mitbewohner verheiratet. Solche Geschichten erinnern daran, wobei es bei der Architektur und Stadtplanung geht: um die Menschen.

Das Ziel des Programms der Universität Luxemburg ist die Teilnehmer mehr in die Praxis der interdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaften einzubinden, um Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt zu beobachten und auszuwerten. Die komplexen Themen und Faktoren der heutigen demografischen, sozialen Entwicklung führt zu einer Neukonzeption dessen, welche Rolle die Universitäten mit ihren angewandten Wissenschaften spielen. Die Kursteilnehmer und Professoren des Programmes diskutieren über die Möglichkeiten die Wahrnehmung der Menschen für Umwelt und Umfeld zu fördern und damit positiv zum systemischen Wandel in Luxemburg beizutragen.