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Taiyuan Mittelschule Nr. 5

Der Entwurf

Die „Fünfte Mittelschule“ in Taiyuan wurde mit einigen relativ komplexen Funktionen geplant, die bei einer Sekundarschule sehr selten sind. Bei der allgemeinen funktionalen Planung wurde der Schulbereich in das Zentrum des Entwurfs gestellt, um das sich die Baugruppe organisiert. Ermöglicht wird eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten wie Sport, Restaurants, kulturelle Darbietungen und andere Funktionen rund um den Schulbereich.

Zwar wird die Westseite des Gebäudeensembles von der Hauptstraße flankiert, das Unterrichtszentrum liegt jedoch zentral und ist daher vor Lärm gut geschützt. Auf der Ostseite gibt es die Möglichkeit für eine Erweiterung oder den Bau einer Grundschule. Die Gebäude auf der Ostseite könnten die Sportanlagen der Schule mitbenutzen.

Der Haupteingang liegt auf der Südseite. Ein breiter, von Bäumen gesäumter Weg führt zu den Gebäuden. Die großen Veranstaltungsorte befinden sich in der Nähe des Haupteingangs, sodass sie bei der Nutzung von Externen leicht zugänglich sind.

Die Unterrichtsgebäude und der Hof wurden aufgeteilt und in Form von sich wiederholenden Einheiten konstruiert, die sich mit linearen Verkehrskorridoren verbinden. Durch diese Verteilung der Baueinheiten können wir mehr externe Oberflächen für jede Einheit bereitstellen, um zum einen die Frischluftzufuhr und zum anderen einen größeren Gebäudeabstand für mehr Sonnenlicht sicherzustellen.

Die repetitiv arrangierten Baueinheiten verleihen dem architektonischen Plan einerseits Ordnung, andererseits aber auch Lebendigkeit, und entsprechen damit in hohem Maße dem Charakter der Schularchitektur. Die inneren und äußeren Höfe verschränken sich durch die Korridorlücke. Wenn die Schüler durch die Höfe gehen, können sie deren verschiedene Charaktere erleben und den eigenen Geist jedes Veranstaltungsorts wahrnehmen. Sie entwickeln so ein Gefühl der Zugehörigkeit zum Campus.

Die Gebäude

Der Entwurf konzentriert sich darauf, verschiedene Möglichkeiten der Nutzung anbieten zu können. Nehmen wir das Unterrichtsgebäude als Beispiel: Beim Entwurf der Innengänge stehen zwei Optionen zur Verfügung, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Nach den Wünschen und Anforderungen der Nutzer können sie flexibel gewählt, kombiniert und weiterentwickelt werden.

Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes spiegelt am besten seinen Charakter wieder. Dafür haben wir viele Grundsätze in den Entwurfszielen festgelegt. Der Kern besteht darin, dass er den Besonderheiten der Sekundarschule entsprechen soll. Die konkreten Methoden sind die gleichen wie beim Grundriss – es gibt viele Entwicklungsrichtungen und Möglichkeiten. Wir haben verschiedene Stile von Fassadenformen für die einzelnen Gebäude ausprobiert und uns entschieden, eine prägnante, klassische Form als Basis zu nehmen und vertikale Linien zu verwenden, um ein Gefühl von Offenheit zu erzeugen. Bei dem Hauptlehrgebäude sorgen die relativ schmalen und dicht gesetzten Fenster für eine gleichmäßige Beleuchtung im Innenbereich, während beim Maßstab der Fassaden von einigen großen Veranstaltungsräumen Anpassungen vorgenommen werden müssen, obwohl die gleichen Formelemente verwendet werden.

Landschaft und Raum

Der Fokus dieses Entwurfs liegt auf der Gestaltung der Landschaft: breite, gerade und dichte Alleenreihen, verschlungene Wege, die frei durch den Rasen des Innenhofes führen, großzügig gestaltete öffentliche Plätze, stille, von Gebäuden umschlossene Höfe … Es sind diese Kontraste, die den Charakter des Raums ausmachen und den Geist des Ortes stärken.

Die Umgebung soll den Schülern ein Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln. Diese Gedankengänge und Ansätze geben die Richtung für die aktuelle Planungsphase vor.

Typologie
Kulturelle Bauten
Standort
Taiyuan, VR China
BGF
80.000 qm